Martin Kippenberger
Martin Kippenberger (1953-1997) lebte exessiv und kurz. Als "Enfant terrible" der Kunstszene schuf er in nur knapp 30 Jahren ein umfangreiches Werk, das von Gemälden, Grafiken, Fotos über Objekte, Installationen und Performances bis zu Ausstellungs- und Buchprojekten reicht.
Studiert hat er an der Hamburger Kunsthochschule, ging nach Abbruch des Studiums erst nach Florenz, 1978 dann nach Berlin, gründet dort das "Kippenberger Büro", ein 600 quadratmetergroßes Loft, den Club "SO36" und die Punkband "Gruga". 1983 zog es ihn nach Köln, von wo aus er immer wieder in die Welt reiste und Gastprofessuren in Frankfurt, Kassel, Nizza, Amsterdam und an der Yale University annahm.
Posthum wurde er erst 2003 bei der Biennale di Venezia im deutschen Pavillon gezeigt. 1996 noch stolzierte er lediglich im schwarzen Mantel vor dem Deutschen Pavillon in Venedig. Das Plakat zu dieser Aktion hat die Edition Artelier herausgegeben.