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  • ROSALIE

    rosalie (* 1954, Gemmrigheim; † 2017, Stuttgart) studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart; Malerei, Grafik, plastisches Arbeiten und Bühnen- und Kostümbild bei Prof. Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

    Sie war mit ihren Theater- und Bühnenbildprojekten für Oper, Ballett, Schauspiel und Film sowie mit ihren Ausstellungsprojekten in der zeitgenössischen Bildkunst und Lichtkunst international präsent. Sie hat in diesen künstlerischen Disziplinen neue Sprachen der Ästhetik entwickelt und mediale Vernetzungen in innovativen Grenzüberschreitungen realisiert.

    Insbesondere seit den szenischen Licht-Bild-Räumen für Der Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspiele 1994 bis 1998 war rosalie einer internationalen Öffentlichkeit bekannt. Wesentlich für ihr Schaffen waren spezifische Produktionen mit zeitgenössischer Musik, die vollkommen neue Formen des Zusammenspiels von Licht, Farbe und Rhythmus unter dem Blickwinkel experimenteller Räume eröffnen.

    Innerhalb des facettenreichen Œuvre der Stuttgarter Künstlerin wurde vor allem die Lichtkunst ab 2006 zu einem zentralen Thema, und ihre großformatigen kinetischen Lichtskulpturen wurden von der Öffentlichkeit und den Medien mit großem Interesse wahrgenommen. Zeitgenössische Materialien, Technologien von größter Komplexität und digitale Medien bildeten die Basis, aus denen rosalie »neue Universen des Lichts« (Zitat von Peter Weibel) hervorbrachte: Lichtkunstwerke von enormer Farbkraft und Emotionalität.
    Wichtige Werke der letzten Jahre waren die kinetischen Lichtinstallationen HELIOS (2007-2009), Séraphin (2007), HYPERION_Fragment (2008-2009) sowie CHROMA_LUX, als permanente Lichtskulptur bis Ende 2010 im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ausgestellt.

    2008 wurde ihre interaktive Lichtinstallation HELIOS – La nube luminosa auf der 3. Internationalen Biennale für zeitgenössische Kunst in Sevilla präsentiert. 2013 realisierte rosalie für das Museum der bildenden Künste Leipzig drei großdimensionierte, kinetisch-interaktive Licht- und Raumskulpturen als medialgesteuerte Rauminszenierungen: WAGNER – Heldendisplay, KLINGER – Begehbare Landschaften der Melancholie und MAY – Dead End.

    Weitere Lichtinstallationen folgten in 2015 - 2017:
    Light Flow | Light Stream, temporäre kinetische Lichtskulptur über die gesamte Fassade der Staatsoper Hamburg.
    Marathon der Tiere, eine audiovisuelle Installation im Großformat bei der lichtsicht 5. – Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde 2015/16 und im „Best Off“ ebendort 2017/18.
    Von 2016 bis 2018 war ihre begehbare kinetische Lichtskulptur Lichtwirbel in der Schaufler-Foundation, im Museum Schauwerk Sindelfingen exponiert.
    Eine ihrer letzten Arbeiten realisierte sie im April 2017 in der seinerzeit gerade neu eröffneten Elbphilharmonie Hamburg mit dem Projekt Mahler 8. (Gustav Mahler 8. Sinfonie), einer Koproduktion der Staatsoper Hamburg und der Elbphilharmonie.

    Peter Weibel (ZKM, Karlsruhe):

    »rosalie ist Bildhauerin, Architektin, Malerin und noch viel mehr: rosalie spricht eine universale Kunstsprache. Mit ihren kinetischen Lichtkunst-Skulpturen hat rosalie die Hoffnungen und Versprechungen einer neuen optischen Kunst erfüllt [...]. Sie schafft neue experimentelle Räume durch das Zusammenspiel von Licht und Farbe und dem Rhythmus zeitgenössischer Musik.«

    Seit 1995 war rosalie Professorin und hatte einen Lehrstuhl für Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main.
    1988 erhielt sie den ersten Preis der 1. Münchener Biennale – Internationales Festival für Neues Musiktheater, 2008 den Europäischen Kulturpreis für ihr künstlerisches Gesamtwerk, 2009 den Walter-Fink-Preis des ZKM | Karlsruhe für intermediale Disziplinen und 2013 den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.

    Das Projekt »Flossis«: 

    Die Kreativität von rosalie kennt keine Grenzen in Bezug auf Farbenkraft und Emotionalität. Im Herbst 1998 sorgten die Flossis für eine besondere Verbundenheit der Künstlerin mit der Stadt Düsseldorf. Drei Monate wurden die Skulpturen im Rahmen einer Ausstellung gezeigt, ehe die Stadt entschied, dass die Skulpturen für immer in Düsseldorf bleiben sollen. Seit 2002 sind sie im Medienhafen platziert und sind zu einem künstlerischen Wahrzeichen der Stadt Düsseldorf geworden.

    »Die Figuren sind für mich Chiffren für Lebensfreude, Signets für Phantasieerlebnisse.« - rosalie über ihre Flossis

    ► Erfahren Sie mehr über rosalie & die »Flossis« in unserem Künstler-Special.

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