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Siegfried Wittenburg Biografie

Geboren am 07.12.1952 in Warnemünde

1977 Erwerb der ersten Spiegelreflexkamera „Praktica“;autodidaktische 
Beschäftigung mit Fotografie
1981 erste Ausstellungsbeteiligung
1981-1989 Zensuren, Repressalien und Bespitzelung durch das DDR-Regime;
der Künstler entgeht der Einstufung als Staatsfeind nur knapp
1982-2014 Leitung der Fotografen-Arbeitsgemeinschaft „Foto Klub Konkret“
1986 Suspension aus der Leitungsfunktion, da das Regime den Künstler als zu kritisch und demnach nicht als adäquaten „Leiter im künstlerischen Volksschaffen“ einstufte; später Rehabilitation unter weiterer Beobachtung 
1986 erste unzensierte Einzelausstellung in Warschau
1988 Initiator der ersten freien Fotografieausstellung im Norden der DDR
1989 fotografischer Chronist während der Herbst-Revolution
1996 Eröffnung des Ateliers „Ost-Seh-Haus“, Rostock
1998-2010 Werbe- und Wirtschaftsfotografie
Seit 2010 fotografische und textliche Geschichten für Spiegel Online
Seit 2011 Engagement für politische Bildung mit Fotografien; 
europaweite Ausstellungen; hierfür Zusammenarbeit mit Joachim Gauck, 
dem prominentesten Förderer des Künstlers

Mit dem Kauf einer Spiegelreflexkamera 1977 in der DDR und der darauf folgenden autodidaktischen Beschäftigung mit Fotografie begann die künstlerische Laufbahn von Siegfried Wittenburg. An der Ostsee geboren und aufgewachsen, kehrte er dieser Landschaft niemals den Rücken. In einer Zeit der Unfreiheit taucht sie vielmehr auch in seinem fotografischen Werk immer wieder als Zeichen von Fernweh und Sehnsucht nach Freiheit auf. Die Fotografien seines unmittelbaren Wohnumfeldes mit tristen Innenhöfen und Neubaublöcken fungieren hingegen als Spiegel der damaligen Trostlosigkeit und polarisieren stark. Wiederholt geriet er in Konflikt mit der Staatssicherheit.

Joachim Gauck über die Fotografie „Heiligendamm“ von Wittenburg: 
„Auf einem Foto sieht man Menschen, die friedfertig auf einem Betonsteg stehen. Keiner von diesem Menschen schaut in die Kamera. Wir erkennen niemanden. Wir sehen Rücken und blicken auf ein weites Meer. Uns fliegen alle möglichen Gedanken zu, und sehr viele dieser Gedanken hängen mit Freiheit zusammen.“

Literaturauswahl:
Günter Grass: „Ein Schnäppchen namens DDR“, München 2015. 
NDR (Hrsg.): „Atlas des Aufbruchs“, Berlin 2015.
Valeria Liebermann: „Siegfried Wittenburg, Alltag 1980-1996“, Vorwort in „Leben in der Utopie“, Halle 2012.
Siegfried Wittenburg (Hrsg.): „Die friedliche, freiheitliche und demokratische „Revolution Rostock '89““, Rostock 2009.
Stefan Wolle: „Die sanfte Rebellion der Bilder. DDR-Alltag in Fotos und Geschichten,“ Darmstadt 2008.


Kunstwerke von Siegfried Wittenburg

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