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Reinhard Stangl Biografie

Geboren am 05.08.1950 in Leipzig

1957-1972 Schule, Abitur, Lehre als Filmkopierer/Reprofotograf, Bühnenhandwerker
1972-1977 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
1980 Übersiedlung nach Berlin-Kreuzberg
1990 Gastprofessur an der Hochschule der Bildenden Künste Berlin
1992 Stipendium Villa Serpentara, Rom
1994-1995 Studium der Kunst und Politik am Aspen Institut/Colorado, USA
1996 Kunstpreis der DRA GOCO-AG
2002 VEAG Förderpreis
2009 Ausstellung Kunstmuseum Magdeburg

Reinhard Stangl: Mir geht es immer um Anschauung. Die Betrachtung von allem, was außerhalb von mir existiert, ist ein Grund, es darzustellen. Ich muß mich mit der Welt in Einklang bringen. Ein weiterer Grund liegt darin, daß sich meine gesamte Erziehung, meine ersten Erfahrungen, immer auf Kunst bezogen haben. Ich habe mich als Maler immer in einer kunstgeschichtlichen Reihe, immer in eine Tradition einbezogen gesehen. Höchster Wert des künstlerischen Daseins ist es für mich, in dieser Reihe ein paar Millimeter für den eigenen Beitrag zu gewinnen. Ich habe nie geglaubt, daß es möglich ist, außerhalb der traditionellen Linien und Erfahrungen ein Werk zu konstituieren. Gerade in dem Versuch, sich von Tradition frei zu machen, habe ich die größte Unfreiheit von Künstlern erlebt. Für mich selbst liegt die größte Freiheit darin, mich in diesem Raster zu bewegen: innerhalb der großen Vorgaben von Malern, die sich mit Landschaft beschäftigt haben: Poussin, Lorrain, Guardi, Caspar David Friedrich, Blechen, Turner, Monet, Cézanne, Beckmann, der Ungar Csontváry, der Holzschneider Rudolph Balthus, Peter Herrmann, die alle andere Fragen gestellt haben, obwohl sie dasselbe Thema zum Ziel hatten.

Einzelausstellungen u.a. in:
Dresden, Mannheim, Amsterdam, Berlin, Hamburg, Neapel, Brasilien, Düsseldorf, Montpellier, Bonn, Jena, Bielefeld, Tiflis, Chateau d‘Attalens/Schweiz

Literatur:
Herrmann, P.; Scheib, H.: Reinhard Stangl - Weiße Fahne, Berlin 1993
Manges, Klaus: Sapperlot - Bilder und Zeichnungen von Reinhard Stangl, Schwetzingen 1993
Reinhard Stangl, Nacht-Bilder, Berlin 1996
Reinhard Stangl – Paintings, Schwetzingen 1999
Reinhard Stangl, Katalog Förderpreis, Berlin 2002