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Peter Brüning Biografie

Geboren : 21. November 1929 in Düsseldorf
Gestorben: 25. Dezember 1970 in Ratingen


Peter Brüning, der in einem kunstsinnigen Elternhaus aufwächst, beginnt bereits in jungen Jahren künstlerisch zu arbeiten. Ab 1950 studiert Brüning an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und orientiert sich zunächst am Stil seines Lehrers Willi Baumeister und seinen Vorbildern Fernand Léger und Pablo Picasso. Die Auseinandersetzung mit Expressionismus und Kubismus führen Brüning zu eigenen Stilfindungen innerhalb seines vielschichtigen Frühwerkes, in dem die Zeichnung eine besondere Rolle einnimmt. Ein zweijähriger Aufenthalt in dem Nahe Paris gelegenden Ort Soisy-sur-Seine ermöglichen Brüning ausgedehnte Frankreich-Touren und einen unmittelbaren Kontakt zur Kunstmetropole. 1953 schließt Brüning sich mit Gerhard Hoehme und Winfred Gaul zu der "Künstlergruppe Niederrhein" zusammen, der sich auch Bernard Schultze und K.O. Götz anschließen. Schon ein Jahr später ändert der Zusammenschluss den Namen in "Gruppe 53". Unter dem Eindruck der französischen informellen Malerei stehend, avanciert Brüning zu einem der erfolgreichsten Vertreter des deutschen Informalismus der 50er Jahre. Während seine Malerei anfangs von dunklen Farben und einer dichten Malweise geprägt ist, lichtet sich sein Stil unter dem Einfluss seines Freundes Cy Twombly, wird gestisch, großzügiger und dynamischer. 1964 entwickelt Brüning einen neuen Typus des Landschaftsbildes, die sog. "Verkehrslandschaft". Kartografische Zeichen wie Höhenlinien, Verkehrsknotenpunkte und Piktogramme werden von Brüning spielerisch zu farbintensiven Kompositionen kombiniert und künden von dem Wunsch nach einer harmonischen Integration von Natur und Technik. Von 1966 an entstehen plastische Objekte und räumliche Arrangements u.a. als bekanntestes Werk das Autobahn-Denkmal in Ehrenberg von 1968. Brünings spezifisches Formenvokabular bestimmt nicht nur sein malerisches und plastisches Schaffen, sondern auch sein umfangreiches zeichnerisches und druckgrafisches Spätwerk. 1969 erhält Brüning ein Jahr vor seinem Tod eine Professur für Freie Malerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Brüning zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der Kunstszene, der durch zahlreiche Auszeichnungen und Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. die Teilnahme an der Documenta in Kassel in den Jahren 1959, 1964 und 1968 schon zu Lebzeiten internationales Ansehen erlangt.

 

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Literatur (Auswahl):
Brüning, Peter; Otten, Marie-Luise; Smerling, Walter: Peter Brüning. 2007
Otten, Marie-Luise; Nobis, Nobert; Restany, Pierre: Peter Brüning. Das zeichnerische Werk. 1997
Peter Brüning. Ausstellungskatalog, Saarland Museum, Saarbrücken 1988
Otten, Marie-Luise: Peter Brüning. Studien zu Entwicklung und Werk / Werkverzeichnis. 1988