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Max Ernst Biografie

Geboren: 2. April 1891 in Brühl bei Köln
Gestorben: 1. April 1976 in Paris


1910-14 Philologiestudium in Bonn, Autodidaktische Malerei
1912 Mitglied der Rheinischen Expressionisten
19919-21 Teilnahme an DADA in Köln mit Arp, Baargeld und Freundlich
1924-38 Mitbegründer und Mitglied der surrealistischen Bewegung in Paris
1925 Erfindung der Frottage-Technik = Abreibung einer strukturierten Unterlage und Verwendung der Decollage = Verfremdung vorgegebener Collagematerialien
1939-40 Internierung als feindlicher Ausländer in einem Lager in Südfrankreich
1941 Flucht mit Hilfe seiner dritten Ehefrau Peggy Guggenheim nach New York
1946 Bau eines Landhauses in Arizona, wo er mit seiner vierten Frau Dorothea Tanning lebt
1953 Rückkehr nach Paris

Nach einem geisteswissenschaftlichen Studium an der Universität Bonn findet Max Ernst ohne künstlerische Ausbildung seine Vorbilder in der deutschen Romantik (Caspar David Friedrich), schließt 1911 Freundschaft mit August Macke und stellt 1913 gemeinsam mit den rheinischen Expressionisten in Bonn aus. Im selben Jahr reist er erstmals nach Paris und lernt Apollinaire, Delaunay und Arp kennen. Der Eindruck französischen Esprits prägt Ernst viel stärker als die Tradition deutschen Ausdrucksverlangens. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg bedeutet der Dadaismus im Nachkriegs-Köln den eigentlichen Aufbruch gegenüber seiner Herkunft >als preußischer Untertan<, wie er selbst schreibt; schon 1922 verläßt er Deutschland für immer und findet in Paris seine künstlerische Wahlheimat im Umkreis der Surrealisten, denen er bis zum Ausschluß durch André Breton 1954 offiziell angehört. Mit den neuen Techniken der Collage, Frottage, Grattage, Dčcalcomanie wird die Quelle der Inspiration, also der Entstehungsprozeß zum eigentlichen Thema, erhoben. 

Werke des berühmtesten surrealistischen Künstlers hängen in allen großen Museen der Welt.


Literatur (Auswahl):

Spies, Werner (Hrsg.): Max Ernst Oeuvre Katalag 6 Bände, Köln 1975-1995
Max Ernst Druckgraphische Werke und illustrierte Bücher, Katalog Museum Ludwig, Köln 1990
Spies, Werner: Max Ernst Collagen, Köln 1998
Spies, Werner: Max Ernst - Loplop - Die Selbstdarstellung des Künstlers, Köln 1998
Spies, Werner: Skulpturen - Häuser - Landschaften, Katalog der Ausstellungen im Centre Pompidou, Paris und Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, Köln 1998