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Jürgen Freund Biografie

Geboren am 18.07.1949 in Koblenz
Gestorben am 20.03.2007 in Düsseldorf

1969-1972 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rolf Sackenheim (Grafik) und an der Folkwangschule in Essen (Fotografie)
1978 Stipendium für die Villa Romano, Italien
2001 Radschläger Figur und Multiple

Von Rostbildern spricht Jürgen Freund und demgemäß haben in seinen Installationen jene Bildgründe besonders Gewicht; sie sind mit korrodierenden Metallpigmenten beschichtet und von Zersetzungsspuren gezeichnet – zur Wirkung gelangen sie oft erst durch die mit ihnen konfrontierten Siebdrucke und im Hochglanz und Lackschliff bearbeiteten, monochromen Panelen mit makellos glatten Oberflächen.

Vorangegangen war die fotografische Auseinandersetzung mit Details von verwitterten Objekten. Aufbrechende Lacke, bröckelnde Mauern, verwittertes Holz und oxydierendes Metall waren die Motive der Fotografien. Jürgen Freunds Arbeiten sind zunächst einmal ruhig und sensibel, still und delikat. Ruhig in ihrem Anschein, sensibel in ihrer Farbnuancierung, still in ihrer Machart und delikat in ihrer Komposition. Sie sind sanft im Farbauftrag, leise in der Struktur, sensitiv in der Auswahl des Bildträgers und harmonisch in ihrer Formenvielfalt. Die in der Regel zweiteiligen Arbeiten haben etwas von Yin und Yang: Kraft und Schwere steht gegen Unberührtheit und Ruhe, man könnte auch Jugendlichkeit und Alter dargestellt sehen.

Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1985 u.a. in:
Koblenz, Düsseldorf, Jülich, Wittlich, Köln, Frankfurt, Chicago, Basel, Paris, Kaarst, Brügge, Essen, Stockholm, Lausanne, Mönchengladbach

Literatur:
Reindl, Uta Maria: Jürgen Freund Arbeiten 1988-1992, Neuss 1992
Jürgen Freund, Oxydation und Farbe, Ausstellungskatalog, Düsseldorf 2005