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Jesus Rafael Soto Biografie

Geboren : 05.06.1923 in Ciudad Bolivar, Venezuela

1942-1947 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Caracas
1947-1950 Leiter der Kunsthochschule in Maracaibo, Venezuela
1950 Übersiedlung nach Paris
1963 Teilnahme an der Biennale Săo Paulo
1964 Teilnahme an der Biennale Venedig
1992 Teilnahme an der Weltausstellung in Sevilla

Soto ist einer der Hauptvertreter der Kinetik und Op-Art. Als einer der wenigen südamerikanischen Künstler ist er auch über die Grenzen seines Heimatlandes bekannt und wird hoch geschätzt. Sein Werk besteht hauptsächlich aus Vibrationsbildern mit optischen Bewegungseffekten, die eine Weiterbildung der Ideen Vasarelys darstellen. 

Soto versucht, in seinen Werken die Materie in den ursprünglichen Zustand der Energie zu bringen. Dabei verliert alles seine Festigkeit und beginnt zu vibrieren. Dieses Element macht die Op-Art (Optical Art) aus. Das schwache menschliche Auge kann die komplizierte Bildstruktur (factual fact) nicht aufnehmen und erkennt nur ein scheinbares Bild (actual fact).

Durch Kombination geometrischer, reiner Farbflächen oder -bahnen wird der Wechsel der Erscheinungsform von Kunstlicht und Farbe erkennbar. Hinzu kommt eine regelmäßige Bildstruktur und die Anwendung der Farbgesetze, so dass das Auge des Betrachters ein Flimmern wahrnimmt und die Illusion von bewegten Farbräumen hat. 

Einzelausstellungen seit 1949 u.a. in:
Caracas, Paris, Brüssel, Stockholm, Essen, Hannover, Antwerpen, Krefeld, Stuttgart, New York, Düsseldorf, Mailand, Triest, Kaiserslautern, Bern, Rom, Turin, Florenz, Toronto, Washington, Tokyo, Madrid und München. 

Arbeiten in Museen u.a.:
Reina Sofia National Museum, Madrid; Jesus Soto Museum in Ciudad Bolivar; Centre Pompidou in Paris.

Literatur:
Darmstaedter, Robert: Reclams Künstlerlexikon, Stuttgart 1955, 2. Aufl. 
Joray, M.: Soto, Neuchâtel, 1984