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Jean Miotte Biografie

Geboren : 8. September 1926 in Paris, Frankreich


Die abstrakte Malerei von Jean Miotte wird zur informellen Kunst gerechnet. 
Das klassische Form- und Kompositionsprinzip lehnt er ebenso ab, wie die geometrische Abstraktion. Das Prinzip der Formlosigkeit im Spannungsfeld von Formauflösung und Formwerdung ist charakteristisch für seine Arbeiten. 
Als Maler der europäischen Nachkriegskunst, der die individuelle Freiheit des Künstlers stets in den Vordergrund stellte, werden seine Arbeitsprozesse von Spontaneität bestimmt. Sie unterliegen keinen starren Regeln, folgen dem Unbewussten. Die leuchtenden Farben werden autonom eingesetzt, Pinselstriche sind ausladend und expressiv. Laut eigener Aussage ist Miottes Malerei Projektion innerster Konflikte und Gefühlsregungen. 
Inspiriert wird er unter anderem von Ballett, Jazz-Musik, Tanz-Choreographien und künstlerischen Performances. Seine Leinwand fungiert folglich als Bühne, auf der Farbe tänzerische Sprünge vollzieht und schwungvolle Linien der Schwerkraft trotzen. 
Miotte experimentiert mit Ölfarben, Acryl, Gouache, Tinte, Ätz-Techniken, Lithographie und Collagen. Sein Gebrauch von schwarzer Farbe auf weißem Grund erinnert an Kalligrafien. Kommen weitere Farben hinzu, reichen diese von den Primärfarben bis hin zu gedeckten Erdtönen. 
Als Maler erfährt er internationale Anerkennung sowohl in Europa und Amerika als auch in Asien. 

"My painting is a projection, a succession of acute moments where creation occurs in the midst of spiritual tension as the result of inner conflicts." Jean Miotte



Ausstellungen seit 1952 u.a. in :
Paris, Recklinghausen, Rom, Frankfurt, Düsseldorf, Stockholm, Lausanne, London, New York, Rio de Janeiro, Tokyo
Im Chelsea Art Museum in New York ist das Jean Miotte Museum inkorporiert. 

Werke in öffentlichen Sammlungen u.a. in:
Guggenheim, New York; Museum of Modern Art, New York; Musée d´Art Moderne de la Ville de Paris; Museum Ludwig, Köln; Staatsgalerie Moderner Kunst, München; Museum am Ostwall, Dortmund; Moderne Galerie, Saarbrücken; Museu de Arte Moderna, Rio de Janeiro

Literatur (Auswahl) :
Lambert, Jean-Clarence: Visite ŕ Jean Miotte. 2002
Bartsch, Ingo: Jean Miotte. Zeichen - Geste - Farbe. Dortmund 2000
Ruhrberg, Karl: Harmonie aus Kontrasten. Köln 2000
Lenczner, Serge: Miotte: La permanence et l´absolu. Hrsg. vom Chelsea Art Museum, New York 2006