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James Coignard Biografie

Geboren am 15.09.1925 in Tours, Frankreich
Gestorben am 07.03.2008 in Cannes/Antibes, Frankreich

1944-47 Finanzberater in Tours
1948-51 Arbeit als Beamter in der Provence, wo er Braque, Matisse, Chagall und Papart trifft
1956 Hochzeit mit Mireille Poupart
1968 Erste Carborundum-Radierungen
1975 Entwurf von 14 Wandteppichen in der ehem. Tschechoslowakei
1984 Hochzeit mit Syliva Uryn
1989 Geburt seines Sohnes Simon
1996-2002 Reisen nach Ägypten, Tunesien, Türkei, Jordanien, Griechenland,
Marokko und Kanada
2006-2008 Weitere Reisen nach Ägypten, Skandinavien und in die USA

Als Autodidakt gehört Coignard zu den Künstlern, die keiner Schule zuzuordnen sind; er war befreundet mit Miró, doch seine Werke stehen eher dem deutschen Informell nahe. Seine Kunst ist zudem voller Mystik und Poesie. Durch Verwendung von Collagen aus Packpapier und Schreibblöcken, herausgerissenen Seiten, die übermalt, aufgeklebt und wieder abgerissen werden, entstehen mehrere sich überlagernde Bildschichten, auf die in einem späteren Arbeitsprozess mit der Schablone Schriftzeichen gesetzt werden, gleichsam Lebenszeichen im Chaos der Materie; als grafische Technik nutzt Coignard im Wesentlichen die Carborundum-Radierung, bei der er die Reliefstruktur teilweise mit zusätzlichen Collageteilen versieht.

Ausgangspunkt von Coignards Malerei war eine in sich verfremdete, nie eindeutig lesbare Figuration Ende der 40er Jahre. Diese Figuration löste sich in den folgenden Jahrzehnten immer weiter auf. Coignard spielte zwischen Geometrie und Natur, zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Zufall und Konsequenz.

Werke in öffentlichen Sammlungen u.a.:
Bibliothéque Nationale, Paris; Dublin Museum; Museum of San Diego, Kalifornien; Atlanta Art Museum; Museum of New Mexico, Santa Fé; Phoenix Art Museum; La Jolla Art Center, San Diego, Kalifornien; University of Miami, Florida, USA ; Guggenheim Museum, New York; Museum of Modern Art, San Francisco; British Museum, London; Kunst Museum, Jerusalem, Israel; South African National Gallery, Kapstadt, Südafrika; Musée Nationale de Luxembourg

Literatur:
Pleynet, Marcelin: James Coignard, Paris 1990
Bergström, Siewert (Hrsg.): L’OEuvre gravé de James Coignard volume VI, 2005-2008, Malmö 2008