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Ernst Wilhelm Nay Biografie



Geboren: 11. Juni 1902 in Berlin
Gestorben: 8. April 1968 in Köln

1923 Abendkurs für Aktzeichnen an der Berliner Akademie
1925-1928 Stipendiat an der Berliner Akademie bei Karl Hofer
1930 Aufenthalt auf Bornholm
1931 Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste, Berlin
1931/32 Aufenthalt in der Villa Massimo/Rom; Abkehr von der traditionellen Naturwiedergabe; Hinwendung zu uranfänglichen Naturformen
1933-1935 mythisch-ornamentale Tierbilder
1934-1936 erste Holzschnitte
1937 Entfernung von 10 Bildern Nays aus öffentlichen Museen
1937 Besuch bei Edward Munch
1937/38 unterstützt durch Munch: Studienaufenthalte in Norwegen
bis 1939 entstehen die sogenannten Lofotenbilder
1940-1945 Kriegsdienst
1945 Umzug nach Hofheim/Taunus
1949 erste große Graphikserie (10 Farblithographien)
1951 Umzug nach Köln
1953 Gastdozentur an der Landeskunstschule/Hamburg
1955 erscheint Nays theoretische Schrift 'Vom Gestaltwert der Farbe, Fläche, Zahl, Rhythmus'; Entstehung der sogenannten Scheibenbilder; Teilnahme an der Dokumenta I;
1956 Großer Kunstpreis des Landes NRW; Mitglied der Akademie der Künste, Berlin
1959 Teilnahme an der Dokumenta II
1964 Berliner Kunstpreis; Teilnahme an der Dokumenta III
1998 Retrospektive im Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg

Nays anfänglich figurative Malerei entwickelte sich nach dem Krieg zu einer rein flächigen Abstraktion, in der die Bildfläche einzig aus der Farbe rhythmisch gestaltet wurde. Mit seiner musikalisch-kontrapunktischen, Malerei, die der Farbe als gestaltende Kraft wesentliche Entfaltungsmöglichkeiten gibt, tritt Nay als Vermittler zwischen die großen Abstrakten der Vorkriegszeit und der jungen Nachkriegsgeneration in Deutschland.

Literatur (Auswahl):
Retrospektive E.W. Nay, Ausstellungskatalog Josef-Haubrich-Kunsthalle Köln, Kunsthalle Basel etc., Köln 1990
Gohr, Siegfried (Hrsg:): Werkverzeichnis der Ölgemälde, 2 Bände, Köln 1990
Haftmann, Werner: Ernst Wilhelm Nay, Köln 1991

Ausstellungen (Auswahl):
zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1925, u.a. in der Kunsthalle, Mannheim; im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen; Kunsthalle, Düsseldorf; Museum Folkwang, Essen; Kunsthalle, Mannheim; Museum des 20. Jahrhunderts, Wien; Wallraf-Richartz-Museum, Köln; Kunsthalle, Tübingen; Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl):
Kunsthalle, Bremen; Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg; Museum Folkwang, Essen; Kunstsammlung NRW, Düsseldorf