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Antoni Tàpies Biografie

Geboren am 13.12.1923 in Barcelona

1936-39 Zeichnet er als Autodidakt während des Bürgerkrieges
1942-43 Sanatoriumsaufenthalt, bei dem seine Lungenkrankheit kuriert wird und er malt
1944 Beginn eines Jura-Studiums (Abbruch 1945), Zeichenunterricht in Barcelona
1947 Treffen mit dem Dichter Brossa
1948 Erste Begegnung mit Miró
1951 Besuch bei Picasso
1953 Erste große Auszeichnung: Erster Preis der Biennale von Săo Paulo
1954 Hochzeit mit Teresa Barba Fŕbregas
1959 Erste Lithografien und Teilnahme an der documenta 2, Kassel
1990 Eröffnung des Museums der Fundació Tŕpies in Barcelona

Nach surrealistischen Anfängen lernt Tŕpies 1950 in Paris den Tachismus und 1953 in New York den abstrakten Expressionismus kennen, um schließlich ein Hauptvertreter des Informel zu werden. Er lässt viele Werke in einem langwierigen Prozess aus Sand und Zement entstehen, dann werden sie mit tiefen Rillen zerfurcht und aufgeschlitzt; bei den Grafiken überträgt er diese Wirkung durch Pressungen und Frottagen.

Tàpies: Wie der Forscher in seinem Labor nehme ich als erster die Anregungen wahr, die der Materie entrissen werden können. Während der Arbeit formuliere ich gleichsam meine Gedanken; aus dem Kampf zwischen Wollen und vorhandenem Material entsteht ein Gleichgewicht von Spannungen. Bisweilen findet man in meinem Werk eine Ablehnung bestimmter Arten von Wirklichkeit: der erfundenen Bedürfnisse. Zum Beispiel die Welt der Farbe in der Werbung. Unwillkürlich suche und finde ich eine andere Farbe, eine dramatische, eine hintergründige, die essentielle Werte auszudrücken vermag.

Einzelausstellungen seit 1989 u.a. in:
1989 Kunstsammlung NR W in Düsseldorf; 1996 Retrospektiven in Japan und Portugal; 1997/98 neue Werke in der Kestner-Gesellschaft in Hannover

Literatur:
Galfetti, Mariuccia: tŕpies – graphisches Werk, Bd I, 1947-1972, 1975, Bd II, 1973-1978, St. Gallen 1984
Catoir, Barbara: Gespräche mit Antoni Tŕpies, München 1987
Wye Deborah: Antoni Tŕpies in Print, Katalog Museum of Modern Art, New York 1991
Messer, Thomas M.: Antoni Tŕpies. Eine Retrospektive, Köln 2003
Ishaghpou, Youssef: Antoni Tŕpies. Works, writings, interviews, Barcelona 2006
Manheim, Ron: Antoni Tŕpies: Zeichen und Materie, Köln 2007