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Andreas Gursky Biografie

Geboren: 15.01.1955 in Leipzig


Andreas Gursky studiert von 1978-81 Visuelle Kommunikation an der Folkwangschule Essen und Photographie von 1981-87 an der Kunstakademie Düsseldorf u.a. bei Bernhard Becher. Zunächst herrscht in seinen Arbeiten das Prinzip der Reihung vor. Die zu dieser Zeit entstandenen Fotografien zeichnen sich durch eine Tendenz zum Einzelbild und zu individueller Motivwahl aus. Es entstehen kleinformatige Aufnahmen, in denen Gursky dem Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt nachgeht. Seine erste Einzelausstellung zeigt der Künstler 1987 im Flughafen Düsseldorf. Zwei Jahre später erhält er den 'I. Deutschen Fotopreis' in Stuttgart und beteiligt sich an der 'I. Internationalen Photo-Triennale' in Esslingen. In den folgenden Jahren werden ihm der 'Bremer Kunstpreis' und der 'Renata-Preis' der Kunsthalle Nürnberg verliehen. Für das 'Siemens Fotoprojekt' entwickelt er 1991/92 Arbeiten, die sich mit den Innenräumen industrieller Großproduktionsstätten beschäftigen. Kurz darauf, 1994, widmen die Hamburger Deichtorhallen Gursky eine große Einzelausstellung. Es folgen weitere in Wolfsburg, Düsseldorf und Winterthur. Das Museum of Modern Art eröffnet 2001 eine 'Andreas Gursky - Retrospektive', die auch im Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou, Paris und in vier weiteren Städten zu sehen ist. Die Bedeutung der Farbe verstärkt sich in den jüngeren Arbeiten zunehmend, so dass die Anordnung der einzelnen Bildelemente in den Vordergrund rückt. Gurskys Fotografien sind von unterschiedlichen Motiven und Gattungen aus der Kunst- und Fotografiegeschichte beeinflusst, für ihn steht jedoch immer die Sprache der Bilder im Zentrum der Auseinandersetzung.

Literatur (Auswahl):
Beil, Ralf; Feßel, Sonja (Hrsg.): Andreas Gursky, Architektur. Ostfildern 2008.
Hentschel, Martin (Hrsg.): Andreas Gursky, Werke 80-08. Katalog zur Ausstellung im Museum Krefeld. Ostfildern 2008.
Weski, Thomas (Hrsg.): Andreas Gursky. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kunst, München. Köln 2007.