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A.R. Penck Biografie

Geboren am 05.10.1939 in Dresden
Geburtsname: Ralf Winkler
signierte auch mit: Mike Hammer, Tancred Mitchell, Theodor Marx und Y

1953-1954 Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher, auch Strawalde genannt
1976 Trifft Jörg Immendorff, dessen Atelier er später in Düsseldorf übernimmt
1980 Ausbürgerung aus der DDR
1989-2003 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf
1999 Bronzeskulpturen in den Museen von Heilbronn, Bremen,
Recklinghausen und Luxemburg
2003 Weltsicht, Retrospektive im Museum Küppersmühle, Duisburg
2007 Retrospektive Schirn, Frankfurt am Main

1945 sah A.R. Penck die brennende Stadt Dresden vom Fenster aus, stand auf dem Rasen, ringsum Feuer. Er sah weiße Fahnen und Granaten, erlebte die Verwirrung und Katastrophe eines Hierarchiezerfalls durch militärische Niederlage. Im Kindergarten entdeckte er ein Buch über Urtiere, Saurier, Säbeltiere, Höhlenbären und Urmenschen und er fand Dürer‘s Buch Ritter, Tod und Teufel.

Penck gehört als Vertreter einer gestischen Malerei und Grafik zu den Neo-Expressionisten oder Neuen Wilden. Die bis zum Strichmännchen reichende Simplizität seines Repertoires steht in auffälligem Kontrast zu einem hohen Grad an Reflexion. Penck setzt sparsame Kürzel, abstrakte Zeichen und verstreute figürliche Motive. A.R. Penck war vorübergehend: Schüler, Lehrling, Mitglied von J. P., FDGB, FDJ, SV K, DSF, Schachclub Rotation Mitte, Kandidat des VBKD, Gruppenratsvorsitzender und Klassenvertrauensmann, Zeitungsträger, Sportschwimmer, Stopfer (Margarinefabrik), Nachtwächter (VEB Madix) sowie Kleindarsteller (Dokumentarfilm) und Musiker. Arbeiten von A. R. Penck hängen in allen wichtigen Museen moderner Kunst in Europa, den USA und in Japan.

Literatur:
Gallwitz, Klaus: A.R. Penck, Mein Denken, Frankfurt 1986
Dickhoff, Wilfried (Hrsg.): A. R. Penck im Gespräch, Köln 1990
Pfeiffer, Ingrid; Hollein, Max (Hrsg.): A.R. Penck. Retrospektive, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Düsseldorf 2007
Porstmann, Gisbert; Schmidt, Johannes (Hrsg.): Sein und Wesen – der unbekannte A.R. Penck: Werke aus der Sammlung Jürgen Schweinebraden, Ausstellungskatalog Städtische Galerie Dresden, Dresden 2008.