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21. August 2017

Wir trauern um K.O.Götz

Der Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit ist im Alter von 103 verstorben.

»Abstrakt ist schöner« lautete das künstlerische Lebensmotto des Hauptvertreters der »Abstrakten Kunst«.

Schon früh setzte sich K.O. Götz mit der avantgardistischen Malerei auseinander. Dies führte dazu, dass Götz 1933 ein Mal- und Ausstellungsverbot erhielt, was den Künstler allerdings nicht daran gehindert hat seine Arbeit fortzusetzen. 1941 besuchte er die Kunstakademie Dresden und war mit den Künstlern Hans Arp und Otto Dix befreundet. Das Frühwerk Götz' wurde allerdings beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 größtenteils vernichtet.

Etliche Jahre später etwickelte K.O. Götz eine ganz neue Mischtechnik von Kleister und Farbe, die sich zu seinem künstlerischen Grundprinzip entwickelte und ihm weltweit Anerkennung brachte. Seine gegenstandslose Malerei ließ ihn zu einem der bekanntesten deutschen Künstler und zum Hauptvertreter des deutschen »Informel« und der »Abstrakten Kunst« aufsteigen. Als einziger Deutscher war Götz von 1949 bis 1951 Mitglied der Gruppe "CoBrA", die im Jahr zuvor von belgischen, niederländischen und dänischen Künstlern gegründet worden war.

Mindestens so einflussreich wie sein Schaffen als Künstler war Götz' Lehrtätigkeit: Als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie bildete er von 1959 bis 1979 viele weltberühmte Künstler aus. Gemeinsam mit seiner Kollegin Karin Martin (Künstlerinnenname Rissa), ging Götz seine zweite Ehe ein und erforschte mit ihr in den Sechzigerjahren Aspekte der visuellen Wahrnehmung in Bezug auf die Persönlichkeitspsychologie.

► Götz' bekannte Lithographien »Silph« und »Blonto« sind zwei der besten und ausdrucksstärksten Editionen, die wir in den letzten Jahren verlegt haben.

► In unserer Biografie über Karl Otto Götz finden Sie weitere interessante Informationen zu Werk und Leben des Künstlers.